Der besondere Kamel -Moment


Durch das evolutionär-bedingte „Energiesparen“ hat das Kamel eine hohe Gelassenheit inne, welche sich bereits durch das Beobachten der Tiere in Form von Entspannung auf den Menschen überträgt.

Kamele beruhigen den Menschen, faszinieren und wirken anziehend. Gleichzeitig sind sie Kamele große und fremde Tiere, welche wiederum Ängste schüren können. Dieser Zwiespalt findet sich wider in dem Wunsch nach Nähe, aber auch dem (angstbedingten) Instinkt nach Distanz. Diese Ambivalenz der Gefühle irritiert. Es gibt für diesen Moment kein bewährtes Verhaltensmuster, auf das zurückgegriffen werden kann.

Daraus resultiert ein wacher, offener Zustand. Dieser neu hervorgerufene, angeregte Bewusstseinszustand verdrängt aktuelle Befindlichkeiten (wie z.B. Arbeitsstress, Trauer), aber auch tiefer liegende Gefühlszustände und Verhaltensmuster (wie z.B. Depressionen, Abwehr, Antriebsstörungen). Die Begegnung mit dem Kamel erhöht dadurch die Aufnahme- und Lernbereitschaft. Hier greift der „Besondere Kamel-Moment“ als Schlüssel für weitere Handlungen.

Und das Allerbeste dabei ist: Das Kamel muss zunächst nichts tun, außer „Kamel“ zu sein. Der Beobachtungs- und Erstkontakt findet somit im stressfreien Rahmen für alle Teilnehmer*innen statt. Auch für den Kamelhalter*in gilt, zunächst nur zu beobachten und nicht zu intervenieren. Die Magie des Moments ist somit für alle spür- und erfahrbar.